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Der Colibri und Die Ruine : zwei Erzählungen / von Henriette Hanke, geb. Arndt
Entstehung
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der Tempel iſt die Geliebte, das Hüttchen die Frau. Der Gedanke gefiel mir, es iſt Wahrheit darin.

»O!« ſagte Iſolde, und ihre Augen ſtrahl⸗ ten bei dieſer Vorſtellung:möge mein Leben immerhin eine kleine dunkle Hütte ſeyn, wenn nur Zufriedenheit darin wohnt. Die wahre Liebe verbirgt ſich gern.

Die Generalinn ſah Iſolden aufmerkſam an und ſchwieg eine Weile. Dann ſprach ſie: snun ſo thäte Dir wohl der leiſe Verdacht Un⸗ recht, mein Mädchen, daß dieſer Antrag dir nicht genehm, weil er von keinem Edelmanne kommt? oder, daß der Beruf des Freyers Dir zuwi⸗ der ſey?

Himmliſcher Vater! antwortete Iſolde: welche Anſprüche könnte ich machen? ich, ein Geſchöpf der Güte und fremder Wohlthat! hätte ich den Staabs⸗Chirurgus lieben können: die Sonde, womit er dieſe Wunde unterſuchte, welche ihn uns näher bekannt machte⸗ ſie zeigte auf eine friſche rothe Narbe am Knöchel

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