316
walt, Majeſtaͤt, Herrſchaft— alles, alles, nur Liebe nicht! Ich weiß, daß ich vergiftet bin. Aus Eiferſucht; ſie moͤgte gleichwohl ge⸗ wartet haben,— meine Herrſchaft war im Verſinken, und ich haͤtte nicht leben koͤnnen, wenn die endete. Immer noch habe ich Gold und Juweelen,— mein Eigenthum,— recht viel! Alles ſollt Ihr haben, Alles, was ich auf Erden beſize, wenn Ihr mir ſchwoͤren wollt, daß Eure Geſchichte vom Zuſtande nach dieſem Leben, unwahr iſt! Geſteht nur, das iſt eines Pfaffen Luͤge, geſteht's, alter Mann.“
Pater Frank betete, redete ihr zu; ihre Dienerin flehte mit ihm. Aerzte waren da ge⸗ weſen und ferſchienen wieder. Auch Prieſter ka⸗
men, ſie aber fuhr fort in ihrer Raſerei; ſo⸗
gar ihre unzuſammenhaͤngenden Ausrufungen bewieſen, wie ſchwer ihr kraftvolles Gemuͤth gegen Laſter, Gewohnheit und Erinnerung kaͤmpfte. Sie ſprach vom Neuen⸗Forſt, von Cuthbert,— und mitten in ihrer Todespein, brachen ihre Thraͤnen bei dem Ausſprechen von Baſils Namen hervor; ſie waren die Gedenk⸗ beweiſe einer Liebe, welche ſich ohne ihr Wiſ⸗
*5


