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„ſolche zu lieben,“ deren Gefuͤhle ſie opferte, vielmehr machte jegliche Veranlaßung ihr Freu⸗ de, die ſich ihr darbot, Maͤnner das erdul⸗ den zu laßen, was ſie ſelber empfunden hatte. Ihre erhabene Liebenswuͤrdigkeit, machte den er⸗ ſten Staatsmann Frankreichs bald zu ihrem Sklaven; ſie erheuchelte ein Gefuͤhl fuͤr die aus England verbannte Familie, weil ihr die⸗ ſes, Ruf genug fuͤr ein ganzes Verzeichniß Franzoͤſiſcher Tugenden verſchaffte. Ihren Reizen wurde ein Titel zugeſellt. Die Graͤfin de Vraimont wurde zum„Polarſtern fuͤr alle ſtaunenden Blicke,“ und kein anderes Volk in der Welt verſteht ſo gut, wie Frauen angebetet werden muͤßen, als die Franzoſen— „wenn naͤmlich der Gegenſtand zur Mode ge⸗ worden iſt.“ Fuͤr die Zeit der Dauer, machen ſie aus der Bewunderung eine Leidenſchaft.
Eben hatte Pater Frank den von uns er⸗ waͤhnten Brief an Sir Everard geſchrieben, als er aufgefordert wurde, die ſchoͤne Italie⸗ nerin zu beſuchen, welche er im Eingange zum Louvre geſehen hatte. Neugierde, vielleicht auch ein beßerer Beweggrund, vermogte ihn, die Einladung anzunehmen.
Er ward zu einem der prachtvollſten Hotels


