Teil eines Werkes 
3. Bd. (1836)
Entstehung
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Wuͤrde, die ſo vieles von Reinheit und Wahrheit zeigte, daß des Prieſters Zweifel ſo⸗ gar geſchwaͤcht wurden,„ich liebe meinen Bru⸗ der und Roſalinde zu innig, um nicht bereit zu ſeyn, alles willig und freudig zu opfern, was ein Maͤdchen opfern darf, wenn es moͤg⸗ lich waͤre, dadurch zu etweiſen, daß ſie frei waͤren vom verderblichen Einfluße der Heuche⸗ lei! Cuthbert und ich, haben unſer ganzes Le⸗ ben hindurch, in dieſer kalten Welt allein ge⸗ ſtanden. Nur ihn allein beſaß ich fuͤr meine Liebe, als meine Stuͤze auf Erden; doch von nun an kann ich ihn nicht mehr lieben, wie ſenſt; an ihn, der meine Freundin Betrug lehrte, ſolchen Betrug, wie ſie ihn uͤbte, kann ich mit keinem andern Gefuͤhle denken, als— ich darf nicht nennen, was ich jezt fuͤr den empfinde, den ich ſonſt mit Stolz meinen Bru⸗ der nannte. Was bin ich jezt?— ein armes, obdachloſes, unbefreundetes Geſchoͤpf, vom Mit⸗ leid Anderer abhaͤngig; und doch— aber ich kam nicht hier, um uͤber meinen Kummer zu reden. Sie, Sir Everard, deßen vaͤterliche Sorge ſo viele Jahre uͤber ſie wachte——“

„Sagten Sie, daß ſie keinen Brief zuruͤck⸗ lies— keinen Auftrag— kein Zeichen— kein