Teil eines Werkes 
3. Bd. (1836)
Entstehung
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ſchhaͤndlicher Betrug?— ſie Alle ſind Luͤgner und werden dermaleinſt im ewigen Suͤnden⸗ pfuhle brennen.“

„Nun, das verhuͤte Gott!“ ſprach Roſa⸗ linde weich,„und mag Gott ihr vergeben; denn ich, an der ſie geſuͤndigt hat, verzeihe ihr von ganzem Herzen.“

„Aber die Gerechtigkeit verlangt ihr Opfer,“ ſprach der Enthuſiaſt,„bleiche Knaben und zim⸗ pernde Maͤdchen ſprechen von Barmherzigkeit, wenn's nur gilt, ein Schoßhuͤndchen zu erſaͤu⸗ fen. Eine laͤſtige Ratte kann man nicht toͤd⸗ ten, des Geiers verfluchter Brut die Haͤlſe nicht umdrehen,— ohne daß ſie Gnade! rufen. Du ſollteſt mehr Kraft des Entſchlußes zeigen.— Meinſt Du nicht, daß unter den Philiſtern, die Simſon erſchlug, Weiber und Kinder wa⸗ ren, die keine Suͤnde kannten?— Stille, ſag' ich, und wiederhole Dir noch einmal, die Gerechtigkeit will ihr Opfer; Er thront auf dem Sturmwinde und haͤlt den Donnerkeil in Seiner Rechten; die Voͤlker der Erde liegen zu Seinen Fuͤßen, zertreten wie Staub unter Sei⸗ nen Tritten; ſie ſind nur ein Geringes in der Wagſchale und doch will Er jedem das Seinige