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hofe ſchwer verwundet worden war. Durch die Bande Irlaͤndiſcher Unterthanstreue, war ſie feſt an Major Raymond geknuͤpft, mit deßen Familie ſie manches Jahr verlebt hat.“
„Und dieſem Papiſten⸗Soldaten iſt ſie ge⸗ folgt? ch entſinne mich dieſer Raymonds recht gut, von der Zeit her, die ich in Irland ver⸗ lebte; hochfahrende, kalte, blutduͤrſtige Katho⸗ liken. Weißt Du, wo er iſt?“
Roſalinde wußte es nicht, doch haͤtte ſie es auch gewußt, ſie wuͤrde es nicht geſagt haben, weil ſie richtig folgerte, daß die jezigen Macht⸗
haber die ganze Bitterkeit ihrer Verfolgung der⸗ jenigen Parthei, deren Sonne geſunken war,
gegen ihn kehren wuͤrden.
„Die Amme muß gefunden werden,“ be⸗
harrte der Geaͤchtete,„und wenn man ſie in Guͤte nicht zum Geſtaͤndniß bringen könnte⸗ ſo gibt es Mittel, das Bekennen zu erzwingen.“ Roſalinde ſchauderte:„ſie war mir in mei⸗ ner Kindheit eine guͤtige, zaͤrtliche Amme und
iſt es immer geblieben; ſo treu und ſo erge⸗ 4
ben!“ „So falſch, meinſt Du, junges Maͤdchen! Falſch, wie ihr ganzes Volk! War nicht ihr
Leben, nur eine fortgeſezte Luͤge? ein grober,


