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Erlaubniß dazu gab, geſchah es unter der aus⸗ druͤcklichen Bedingung, daß ich Ihnen vorleſen, oder vorſingen ſollte, um Ihr niedergebeugtes Gemuͤth zu erheitern. Ich habe Beides unter⸗ laßen; ich war ganz ſelbſtſuͤchtig; dachte nur an mich, wenn ich doch an Sie, werther Herr, haͤtte denken ſollen, und an die Mittel, um Ihren Truͤbſinn zu verſcheuchen. Recht traurig muß es fuͤr Sie feyn, ſo vom Hofe entfernt gehalten zu bleiben, wo Alle ſich ſo ſehr nach Ihrer Erſcheinung ſehnen.“
Deer Geaͤchtete laͤchelte bitter, doch Roſalinde achtete nicht darauf. Sie ſaß da uͤber ihr ge⸗ heimnißvolles Schickſal nachdenkend. Ploͤzlich aͤberflog ein hellleuchtender Strahl ihre Wan⸗
gen, funkelte in ihren Augen; ein in ihrem Gemuͤthe vorherrſchendes Gefuͤhl, wurde davon beruͤhrt und ſie rief aus:
„Vielleicht bin ich ehrenhaft geboren; vielleicht mag ich nicht genoͤthigt ſeyn, zu erroͤthen, wenn meines Vaters Name genannt wird, darf nicht zuſammenſchaudern bei dem Anhoͤren des fuͤßen Wortes Mutter,— ein Ton, der ei⸗ naer ſolchen, wie ich es bisher zu ſeyn glaubte, nur ſelten erklingt. Ich mag——“ „Folgere ſo nicht,“ unterbrach der Geaͤchtete


