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befinden ſich jezt darin;— der eine iſt ein bejahrter Mann, duͤnn und abgezehrt, erſchoͤpft und nervenkranken Anſehens; ſeine Waͤſche iſt vom allerfeinſten Gewebe; er ruht auf einem Langſeßel von brennend rothem Sammt, der ſeine bleiche Farbe noch auffallender erſcheinen
macht; ſein Antliz zeigt den Ausdruck vieler
Wuͤrde, zugleich aber auch den, von Unzufrie⸗ denheit und Strenge; er iſt ein Mann, den man mehr ehren, als lieben, vielleicht am mei⸗ ſten fuͤrchten muß. Er hat das Ausſehen eines ernſt⸗ſtolzen Mannes; doch zuweilen verkuͤndet das Aufſtrahlen ſeines funkelnden, grauen Au⸗ ges, eine ſo tiefe, feſtbegruͤndete Begeiſterung,
daß dieſe als die Haupttriebfeder ſeines hoͤchlich
ausgebildeten, aber ſtets uͤberſpannten Geiſtes angenommen werden mag.
Neben ihm ſizt die jugendliche, ſchoͤne Roſa⸗ linde,— reizend iſt ſie, obwohl Todtenblaͤße ihr Antliz uͤberzieht; da ſizt ſie, eingehuͤllt in die reichen Falten ihres ſchweren Seidengewan⸗
des; die Perlen um ihren Hals ſind nicht weiſ⸗ ſer, als die kleinen ſchimmernden Zaͤhne, welche
das Oeffnen ihrer vollen Lippen faſt unbedeckt laͤßt;— und dort auf dem prachtvollen Ruhe⸗
ſeßel, auf die uͤppigſten Polſter hingeſtreckt lag


