Teil eines Werkes 
3. Bd. (1836)
Entstehung
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aber Rachel ſchien befangen; ihres Vaters Triumph, hatte ſie zu einer ſehr beneideten Per⸗ ſon unter den City⸗Buͤrgern und City⸗Buͤrger⸗ Toͤchtern gemacht, dennoch fuͤhlte ſie ſich außer ihrer Sphaͤre und vermogte Roſalindens Be⸗ fragen nach ihren Aeltern, kaum zu beantwor⸗ ten. Sie kehrte den Seidenſtoff ihres gewalti⸗ gen Reifrockes hervor, um deßen Schoͤnheit zu zeigen, und hatte mindeſtens den Troſt zu finden, er ſey um vieles koſtbarer, als das einfache Atlasgewand der jungen Dame. Zu⸗ friedengeſtellt durch ihren Anzug, erhob ſie ſich in ihrer eigenen Achtung und faßte mehr Zu⸗ trauen zu ſich ſelber; Roſalinde, welche die einzigen Gegenſtaͤnde zu einem Geſpraͤche mit ihr erſchoͤpft hatte, wartete, um den Zweck ih⸗ res Beſuches zu erfahren.

Dieſer ſchien fuͤr Rachel ein ſchwieriger Punkt, denn ſie wiederholte ihre Bemerkungen uͤber das Denkmal, uͤber den Fortgang des Baues der St. Paulskirche, uͤber den Preis von Seidenzeug, uͤber Koͤnig und Koͤnigin, uͤber ihres Vaters neue Kutſche, und uͤber unſern Lehrling Meiſter Joſeph; waͤre Ro⸗ ſalinde ihre urſpruͤngliche Laune geblieben, ſo wuͤrde ſie durch die dem Lehrlinge ertheilte

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