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lich halten können; auch war ihr Betragen durchaus frei von jener kalten Foͤrmlichkeit, die gleichſam zu ſagen pflegt:„Bleib zuruͤck 1 ich ſtehe hoͤher, als Du!“
Waͤre Rachels Name ihr nicht angeſagt, ſo ſchien es moͤglich, daß Roſalinde ſie nicht er⸗ kannt haͤtte, denn ſie war wirklich ein wan⸗ derndes Bild der Mode jener Zeiten; wahr⸗ ſcheinlich hatte ihr Vater ſie in dieſem neuen Aufpuz nicht geſehen, ſonſt moͤgte der einfache Mann ihr wohl nicht erlaubt haben, ſo aus⸗ ſtaffirt einherzugehen. Ein enger Aermel mit einem uͤber dem Ellenbogen angebrachten Auf⸗
ſchlage, der den Roͤcken nachahmte, welche
die Herren in damaliger Zeit trugen, war mit einer Unmaße von Spizen⸗Manſchetten, Zipfeln und Falbeln verbraͤmt. Ihr Haar, das einzi⸗
ge, was ſie von Schoͤnheit beſaß, welches fru⸗
her in zierlichen Ringeln herabfallen durfte, war nun von ihrer ſchmalen Stirn emporge⸗ kaͤmmt, und mit terraßenfoͤrmig gebildeten Ab⸗ ſaäzen von Band und Spizen umgeben, auf deren hoͤchſter Hoͤhe ein mit Blumen beladener kleiner Schaͤferhut ſaß, von welchem ein fal⸗ tenreicher Schleicher herabwallte.— Mogte ihr Puz oder die Geſellſchaft ſie verlegen machen,


