241
hier und da Bemerkungen zu verſchiedenen Stellen der heiligen Schrift zu leſen, welche Roſalinde mit Bleiſtift an den Rand geſchrie⸗ ben hatte. Er verbarg das Buch von neuem, Alice verließ das Zimmer, und Margaretha wuͤrde ihr gefolgt ſeyn, haͤtte nicht Baſil, deßen Aufmerkſamkeit fuͤr ſie nie die Schranken der gegen die Schweſter eines Freundes ge⸗ ziemenden Hoflichkeit uͤberſchritten hatte, ſie zu bleiben gebeten.
Baſil ſcherzte mit Cuthbert, daß er ſorgſam etwas vor ihm verſteckt habe, wobei Marga⸗ retha mit großer Geſchicklichkeit darauf an⸗ ſpielte, daß es das Pfand einer Dame ſey.
„Kein Pfand,“ rief Cuthbert ernſt,„aber wollte Gott, es waͤre ſo.“
„Es ſteht ein Frauenname darin,“ ſagte Margaretha mit ihrem glatten, freundlichen Laͤchelu.
„Welcher Name?“
„Ich darf ihn nicht verrathen.“
„Doch die Anfangsbuchſtaben?“
„O Ihr wollt daraus, wie der Aſtrolog, von dem Eure Frau Mutter ſpricht, aus Ster⸗ nen, leſen. Was duͤnkt Euch von einem R. und einem 0. Nun leſt mir daraus die ſchoͤnſte
II. 16


