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kniete. Ich kann nicht an Roſalinde mit der gewoͤhnlichen Liebe denken, welche ein Mann zu einer Frau fuͤhlt.“
Cuthbert Raymond wendete ſich wie erſchoͤpft von ſeiner Rede auf ſeinem Lager um, und ſeine Augen begegneten dabei den funkelnden Blicken Alicens, die in einem Winkel des Zim⸗ mers horchte und von da ihren Patienten be⸗ wachte. Ihr Blick war ſo wild, daß er ſelbſt den jungen Krieger ergriff, aber er hatte noch kaum ausgeſprochen, als ſie, gegen ihre ge⸗ woͤhnliche Vorſicht, ausrief:
„Die heilige Mutter Gottes bewahre und erhalte Euch in dieſer Anſicht und blicke gnaͤdig auf Euch nieder in Ewigkeit. Amen!“
Waͤhrend ſie noch ihr Kreuz ſchlug, ſagte Margaretha etwas bitter, zu ihrem Bruder gewendet:„Ihr werdet ja ganz poetiſch.“
„Das mag ſeyn,“ antwortete er,„aber Poeſie iſt die natuͤrliche Sprache unſeres Lan⸗ des, und ſie muß uns daher verziehen werden. Es iſt nur wenig, was wir unſer nennen koͤn⸗ nen, wenn wir das warme Gefuͤhl des Her⸗ zens und die warme Sprache der Zunge aus⸗ nehmen.“
„Ich habe etwas,“ ſagte Margaretha,„was


