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dere Erdenleben ſtellen; er kann Moſaliude ſe⸗ hen und ſprechen.“
Margaretha wendete ſich von dem Lager ih⸗ res Bruders ab und blickte durch das Fenſter auf die Straße. So ſehr ihr Alice zuwider war, hatte ſie doch abwechſelnd mit ihr die Wache am Krankenbette uͤbernommen, und die Amme bewachte jeden Blick und jede Bewegung Margarethas mit ſteter Spannung und Ängſt⸗ lichkeit, daß jede andere Perſon dadurch ein⸗ geſchuͤchtert worden waͤre.—
„So hat Miſtreß Roſalinde alſo eine Erobe⸗ rung an ihrem Couſin gemacht?“ fragte Mar⸗ garetha nach einer langen Pauſe, in der ſie ſich etwas geſammelt hatte.
„Wie war es anders moͤglich?“ ſeufzte Euthbert.„Himmel! haͤtteſt Du ſie nur geſe⸗ hen, wie ich, als ſie dem Koͤnig zu Fuͤßen ſank und in Thraͤnen ausbrach, die ihre Schoͤnheit noch mehr hervorhoben, gleich der Sonne, die durch einen Fruͤhlingsſchauer blickt, wie ihr ſeidenes Haar erzitterte, ihre kleinen weißen Haͤnden ſich krampfhaft verſchlangen, und dann ihre Stimme! Sie ſteht noch vor mir, ich ſehe ſie noch, und fuͤhle dabei einen heiligen Scheu, als ob ich vor dem Bilde der Jungfrau


