Teil eines Werkes 
2. Bd. (1836)
Entstehung
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38.

Nein, Alice, ſagte ſie, ihre Amme zuruͤck⸗ ſtoßend, die haſtig herangekommen war, um ihre junge Herrin zu vertheidigen,nein, ich will ſprechen. Ihr kennt mich nicht, Sir. Ich war an demſelben Orte, wo Ihr Schuz ſuch⸗ tet, eingeſperrt wider meinen Willen; aber nie, nie haͤtte Abneigung gegen dieſen Zwang mich verlocken koͤnnen, die Kloſtermauern zu verlaßen, haͤtte ich nicht von meines Oheims Schickſal gehoͤrt. Um ſein Gefaͤngniß zu theilen,

ſtieß ich alle Ruͤckſichten bei Seite. Als Frauen⸗

zimmer konnte ich in dieſen Zeiten nicht reiſen; die Straßen ſind mit Soldaten bedeckt; ſo ent⸗ ſchloß ich mich, mit meiner Amme mich als ihr Sohn auf den Weg zu machen. Verdient das Tadel? Euer Haar iſt grau; wenn Ihr ſelbſt eine Tochter habt, ſo habt Mitleiden mit mir, die keinen Vater hat. Bewahrt mein Ge⸗ heimniß, und wenn Ihr mir nicht auf meiner Reiſe helfen koͤnnt, ſo haltet mich wenigſtens nicht zuruͤck. Bedenkt, Herr, was ein Gefaͤng⸗ niß iſt, duͤſter und traurig, und er, der die Luft ſo liebte und jedes huͤlfloſe Weſen liebte, das da athmete, er muß jezt in Kerkermanern ſchmachten! O denkt Ihr noch, daß ih Tadel

verdiene!