„Bah! Du wuͤrdigſt die Frauen zu wenig,“ erwiederte Baſil;„laß Dir ſagen, daß Frauen zu lieben vermoͤgen, was uns widrig erſchei⸗ nen moͤgte; ſie empfindeln ihre Zaͤrtlichkeitsge⸗ fuͤhle in ganz außerordentlichem Grade; ihre Phantaſie muß ihnen dazu dienen, Wirklich⸗ keiten zu ſchaffen, die zerſtoͤren zu wollen ein Verſuch waͤre, der dem Kampfe gegen Wind⸗ muͤhlen gliche. Sie bewundern nicht ſo ſehr die Jugend und Mannhaftigkeit an ſich, ſon⸗ dern die Attribute, welche Jugend und Mann⸗ haftigkeit dadurch gewinnen, daß ſie in ihrer“ Einbildung ſie ausſchmuͤcken; ſie zaͤhlen auf uns, um ſie zu beſchuͤzen, ſie rechnen auf uns, um ihnen zu rathen; und erſt wenn ihnen die⸗ ſer Schuz entzogen, dieſer Rath verweigert wird, ſchwindet ihr Wahnbild, dann erſchei⸗ nen wir vor ihren Augen, moͤgen wir jung oder alt ſeyn, in unſerer voͤlligen, faſt haͤtte ich geſagt, natuͤrlichen Mißgeſtalt. Glaube Du mir, das Alter iſt keine Hinderung der Frauen⸗ liebe. Ueberdem verhilft ein edles Weib ihrem Manne zur Ehre; ſie erwaͤrmt ſeine Neigun, gen; waͤhrend ihre eigene Entſagung, ihre Sanftmuth, ihre Wahrheit, ſein Beſtreben an⸗
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