— 43—
niemand ſtellte ſich zwiſchen uns, ſo würde die Sonne nie ſeiner Hochzeit ſcheinen.“
„Ha! ſo wollt Ihr Miſtriß Cecil dadurch Eure Achtung beweiſen, daß Ihr ihr den Mann töd⸗ tet, den ſie ſich zu ihrem Gatten gewählt hat: das iſt die Liebe des Uebelgeſinnten.“
„Liebe! Sir. Ich habe nicht von Liebe geſpro⸗ chen. Aber könnte Konſtanze Cecil einen Böſewicht lieben, wie dieſen Burrell! Hört mich an! Ich hatte mir vorgenommen, Euch zu ſagen— und doch, wenn ich Euch betrachte, kann ich nicht; Euer Blick ſcheint der Zärtlichkeit zu widerſtre⸗ ben, auf Eurer Stirne ſcheint nicht Alter blos, ſondern auch Weisheit zu thronen,— Weisheit, wie man ſie in einer Zeit der Unruhen ſich er⸗ wirbt,— Weisheit, welche den Verdacht zu ih⸗ rem Eckſteine nimmt; und doch mag einſt das Blut warm durch dieſe Adern geſtrömt ſeyn, doch mögt Ihr einſt mit andern Augen auf Liebe und Jugend geblickt haben. Habt Ihr das nicht?“
„Es mag ſo geweſen ſeyn,“ anwortete der Major.„Aber fahrt fort.“
„In meiner früheſten Jugend, ja in meiner Kindheit war ich der Geſpiele deren, welche jetzt zur herrlichſten Jungfrau gereift iſt. Ich werde— Euch nicht ſagen,— es iſt eine wunderbare Geſchichte— wie oder warum mein Geſchick


