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Ich könnte, ja mit Freuden, dachte er, würde ich ſie aufgeben, wenn ihr Glück davon abhinge, aber ich kann den Gedanken nicht ertragen, daß ſie mich ihrer Achtung unwerth findet. Seine Verhaftung machte ihm wenig Unruhe; zu je⸗ der andern Zeit würde ſie ihn nicht wenig ge⸗ quält haben, aber jetzt war ſein Geiſt nur mit Konſtanzen— der geliebten Konſtanze, der Ge⸗ ſpielin ſeiner Kindheit, dem Traumbilde des Knaben, der Hoffnung des Jünglings angefüllt. Oft wünſchte er, ſie nicht in ihrer jungfräuli⸗ chen Schönheit geſehen, nicht einen Tag unter dem Dache, unter welchem er jetzt ein Gefan⸗
gener war, verbracht oder ſie unwerth der Lei⸗
denſchaft gefunden zu haben, welche er vergebens zu erſticken ſuchte. Wäre ſie weniger vollkom⸗ men, würde er, wie er glaubte, ſie weniger verehrt haben, und doch wünſchte er ſie nicht an⸗ ders, als ſie war. Aber der Gedanke, daß ſie das Opfer Sir Willmott Burrell's, eines feigen Verräthers, werden ſollte, war ihm unerträg⸗ lich. Nach manchem Kampfe kam er endlich zu dem Enſchluſſe, daß er, was es auch koſte, die Sache in allem ihrem Gewichte dem Major Well⸗ more mittheilen wolle, der— auch ein Geheim⸗ niß, das er nicht zu entſchleiern vermochte— offenbar in großem Anſehen bei der Familie von


