iſt, zu erfinden, als zu beurtheilen, und geeigneter zu handeln, als zu rathen, ſo iſt er doch anderer⸗ ſeits noch frei von der Kenntniß der Welt, welche Anfangs ihre Anhänger berauſcht, und ſie dann mit geſchwächtem Kopfe und gelähmten Händen bei Seite ſchiebt. Wäre Walther nicht in Miß⸗ geſchick erzogen worden, ſo wäre er ein ſo über⸗ müthiger und unnachgiebiger Kavalier geworden, wie nur einer, der je für die Sache der unglück⸗ lichen Stuarts das Schwert zog, aber ſeine Kind⸗ heit war unter Entbehrungen verflogen, und ſie waren eine Schule der Weisheit. In Büchern, wie im Leben, nützt uns mehr das Trübſal des frommen Hiob, als das Glück des üppigen Sa⸗ lomon. Der einzige milde Sonnenſtrahl auf ſeiner kurzen, aber wechſelreichen Bahn, war die Zeit, die er mit Konſtanze Cecil verbracht hatte; das Andenken an jene Tage— der Glanz, der Troſt ſeiner Exiſtenz. Der Gedanke, daß ſie ſich aus irgend einer geheimnißvollen Urſache aufopfere, bekümmerte ihn nicht weniger, wie der, daß ſeine eigene Liebe ein ſo trauriges Ende nehmen ſollte. Ein ſo hochherziges Weſen konnte— davon war er überzengt— ſolch ein Opfer nicht aus welt⸗ lichen Gründen bringen, aber es war ſein bit⸗ terſter Schmerz, daß ſie ihn nicht ihres Ver⸗ trauens würdig gehalten hatte.
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