Teil eines Werkes 
2. Theil (1833)
Entstehung
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kung, oft durch meine Hand vergoſſen wurde, erhebt ſich vor mir, wie eine geröthete Wolke, und drängt alles zurück von meinen Augen, was rein und heilig iſt. So war es ſonſt nicht. Meine Leidenſchaften, die ſtürmiſchen Leidenſchaften, welche mich ſo manche Jahre vorwärts getrieben haben, ſind todt oder im Sterben. Es braucht Zeit, mich jetzt zu einer tüchtigen That anzu⸗ ſpannen: meine Glieder werden ſteif, und kra⸗ chen in ihren Fugen, wenn ſie aufgerufen wer⸗ den, ihre Pflicht zu thun. Selbſt das Gute, das ich thun wollte, kann ich nicht thun. Dieſen Wal⸗ ther, den ich nächſt meiner Barbara am meiſten liebe, finde ich in des Löwen Netz! Dieſes Jüdiſche Mädchen, das ich ſuchte, nur um ſie aus den Klauen dieſes Höllenhundes zu retten, macht unbewußt alle meine Nachforſchungen zu Schan⸗ den, und wird nun ſo oder ſo geopfert ſeyn. Ich bin müde, müde der Schurken und Schur⸗ kereien! Ich habe Geld genug, Länder zu kau⸗ fen, ſchöner als die, über welche wir jetzt wan⸗ deln, und würde doch Gott Tag und Nacht auf den Knien danken, wollte er mich zu einem ar⸗ men Bauer machen, der nicht genug hat, ſich ſein Morgenbrod zu kaufen, oder zu einem Wilden, einem rohen Wilden, der durch die Wäl der nach Speiſe jagt.