— 2853—
jetzt nicht eſſen. Ich habe hier den Schatten ſei⸗ nen Kreislauf machen ſehen. Iſt es in der That ſchon ſieben? Es war ein thörichter Gedanke von dem fremden Künſtler, die Zeit unter Roſen zu verbergen; er hätte ſie mit Dornen umgeben ſollen. Iſt es ſchön draußen?“
„Schön, aber traurig; die Vögel ſind ſchon zur Ruhe, und nur die Anſel zwitſchert noch durch das Laub. Wollt Ihr in den Garten, Lady?“
„Nicht jetzt, Barbara; aber lege mir den Man⸗ tel heraus. Hat mein Vater noch nach mir ge⸗ fragt?“*
„Seither nicht mehr. Herr Mundflink iſt bei ihm.“
Barbara verließ das Zimmer.„Ich kann nicht ſagen, warum,“ bemerkte ſie der Lady Fran⸗ ziska, welcher ſie auf dem Flur begegnete,„aber dieſe Heirath hat das Anſehen eines Leichenbe⸗ gängniſſes. Gott bewahre uns vor allem Unglück! Es weht ein kalter Todtenhauch duxch das Haus. Ich hörte(obgleich ich nichts von ſolchem Aber⸗ glauben halte), aber ich hörte, Mylady, die Tod⸗ tenuhr picken, ſo deutlich, wie ich jetzt die Uhr ſchlagen höre. Und ich ſah— und doch war ich ganz wach— ich ſah eine dünne, nebliche Ge⸗ ſtalt, wie gebildet aus dem weißen Schaume einer Woge, ſo hell und doch ſo ſchattengleich,


