Teil eines Werkes 
1. Theil (1833)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

wenn Du unſere theure Konſtanze nicht ihres Verſprechens gegen den entbindeſt, den ſie nicht lieben, noch achten kann. Sie wird, und bräche es ihr das Herz, lieber das Band knüpfen, als daß man ſage, eine Tochter aus dem Hauſe Ce⸗ cil habe ungehorſam gehandelt ſie wird es knüpfen, Robert, und dann ſterben.

Lady Cecil ſank, erſchöpft durch Bewegung und Anſtrengung, ohnmächtig auf das Kiſſen zurück. Als ſie wieder zu ſich gekommen war, fügte ſie mit gebrochener, leiſer Stimme hinzu: Vergieb mir, mein theurer, theurer Gatte; mein Geiſt irrt meine Gedanken ſind zerrüt⸗ tet aber meine Liebe zu Dir zu Konſtanze iſt ſtark auch im Tode. Ich will Dir nicht wehe thun, Dich nur warnen um unſeres einzigen Kindes des einzigen Weſens willen, das noch übrig iſt, Dir von Deinem Weibe zu reden. Der Athem verläßt mich meine Augen werden trübe ruf ſie herein, damit mein Geiſt auf⸗ ſteigen kann auf den Schwingen des Gebetes.

Sir Robert bewegte ſich zur Thüre, ſie winkte ihn zurück.

Verſprich mir, verſprich mir, daß Du ſie nie zwingen willſt, ſich mit dieſem Manne zu verbinden; noch mehr, daß Du ſelbſt das Band löſen willſt.