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„Das will ich, feierlich ſchwöre ich es Dir; nie ſoll ſie gezwungen, nicht einmal bedrängt wer⸗ den, dieſes Verſprechen zu erfüllen.“
Die Sterbende ſchien nicht zufrieden; ihre Lip⸗ pen murmelten einige unverſtändliche Worte, als Konſtanze ungerufen, aber höchſt willkommen ein⸗ trat. Sie kniete zur Seite ihrer Mutter und er⸗ griff die Hand, welche dieſe mühſam, aber voll Liebe nach ihr ausſtreckte. Die ſchreckliche Ver⸗ änderung, welche während ihrer kurzen Abweſen⸗ heit vorgegangen war, zeigte ſich nur zu ſicht⸗ lich. Der Athem, der Konſtanzens Wange be⸗ rührte, war kalt wie Morgennebel. Die Dulde⸗ rin wollte die Hand zum Gebete falten, aber die Kräfte waren entflohen, ehe der Geiſt ge⸗ wichen war. Konſtanze ſah, daß das Leben, wel⸗ ches noch in ihren aufſtarrenden Augen geflim⸗ mert hatte, langſam erblich; ſie hielt mit ihren Händen die der Sterbenden, plötzlich riß dieſe ſich los. Konſtanze folgte mit den Augen der Richtung, nach welcher der Finger ihrer Mutter zeigte: ſie ſah die Lampe zum letztenmale auf⸗ flackern, dann erlöſchen! Sie wendete ſich um, thre Mutter war todt!. 5„
Einige Tage darauf verſammelte ſich der Zug, welcher die Leiche der Lady Cecil nach ihrer letz⸗ ten Wohnſtätte begleiten ſollte. Sir Robert war


