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Sigismund Forster / von Ida Gräfin Hahn-Hahn
Entstehung
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es meinen unbehaglichen Zwieſpalt mit Ihrer Mutter unfehl⸗ bar beendet. Der Herr Juſtizrath hier hat mir geſagt, daß ihr die Hälfte der Erbſchaft zukomme

Ich habe nicht geſagt: zukomme! gnädige Frau, unter⸗ brach ſie der Juſtizrath.

Entſchuldigen Sie meine ungeſchickte Weiſe mich auszu⸗ drücken, ſagte Tosca,und Sie, lieber Ignaz, ſchreiben Sie das Ihrer Mutter, und bitten Sie ſie in meinem Namen, die kleine Spaltung zu vergeſſen, welche bis daher, ohne meinen Willen, ſtattgefunden hat. Der edle Todte, den wir Alle be⸗ trauern, wird dann mit uns Allen zufrieden ſein.

Milde Thränen floſſen über ihr ſchönes klares Antlitz, als ſte ihre Hand an Ignaz gab und die ſeine herzlich drückte. Er ſprach ſich auch höchſt gerührt und höchſt dankbar aus; aber ihm war zu Muth, als müſſe er ſeiner Mutter rathen einen Prozeß gegen Tosca zu beginnen. Wer weiß, ob er nicht zu unſern Gunſten ſich entſchiede! dachte er

Sigismund war durch die Ankunft ſeines Schwagers überraſcht worden. Er erſchrak förmlich, als er ihn bei ſich eintreten ſah; ſein Kommen ſchien ihm in Verbindung mit Agathen zu ſein. Aber keineswegs.

Stell' Dir vor! ſagte Friedrich,dies verdammt feuchte Wetter, und ein Paar nothgedrungene Fahrten längs der Elbe, während ihrer pernizibſen Nebel, haben mir ein Paar Anfälle von kaltem Fieber zugezogen. Kein Chinin iſt dage⸗ gen ſo wirkſam, als Luftveränderung: drum komm ich her! morgen geh' ich zurück.

Das iſt zu ſchnell, ſagte Sigismund;Du haſt ja nicht Zeit, die Wirkſamkeit Deines Mittels zu erpro⸗ ben.