zur Allwiſſenheit; denn ihr All' iſt das geliebte fremde Herz.
Ignaz war im heftigſten Zorn. Ein Tauſch von magni⸗ fiken Gefühlen! rief er; Gott! wie kommt nur ſolcher Unſinn in den Kopf einer ſonſt ziemlich verſtändigen Frau. Ein Tauſch von Ringen— à la bonne heure! unter dieſen Um⸗ ſtänden gehörte der weſentlich zu meiner Anſicht von der Liebe. Aber iſt es denn möglich, daß ſie dieſem widerwärti⸗ gen, langen, blaſſen, finſtern Regierungsrath gegenüber auf jenen magnifiken Tauſch verfallen kann? Wenn's eine paſſende Partie wäre— oder wenn der Mann ebenſo brillant und bezaubernd wäre, wie er nicht iſt— dann ließ' ichs gelten! ich könnt' es begreifen! Jezt iſt's unbegreiflich! Und welchen Einfluß er auf ſie hat! Sie denkt nicht mehr an die Dona⸗ tion. O Himmel, warum ließ ich ſie nicht früher machen, ehe unberufene Rathgeber ſich hinein miſchten! es wäre als⸗ dann ein freundſchaftliches Uebereinkommen zwiſchen uns ge⸗ weſen! Jezt, wenn die Gerichte dabei ins Spiel kommen, wenn ſie ein Paar Dutzend Advokaten, oder Juſtizräthe, oder wie die Rechtsverderber heißen mögen! darum befragt: jezt verwandelt ſich die pompöſe Donation in einen magern Ver⸗ gleich... der meiner eigenſinnigen Mama zu gut kommt und.. dem Herrn Regierungsrath Forſter! Sacriſti!
Grade dieſen Vergleich beſprach Tosca am nächſten Mor⸗ gen mit einem Rechtsgelehrten, den Sigismund ihr empfohlen hatte, und den ſie zu ſich bitten ließ; dann ließ ſie Ignaz rufen, und ſagte, indem ſie ihm mit freudeſtralendem Geſicht entgegentrat:
„Mein lieber Ignaz, ich mache mir ein wahres Feſt dar⸗ aus, Ihnen etwas zu ſagen, das Ihnen lieb ſiin wird, weil
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