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Es war eine große Erquickung für Tosca, daß es ihm nicht einftel, ihr ſein Bedauern oder ſeine Theilnahme anders auszuſprechen, als durch ſeine Erſcheinung. Sie ſprach von der großen Dankbarkeit, die ſie Ignaz ſchuldig ſei, und wie ihr ſo ſehr daran liege, mit ihm und ſeiner Familie in freund⸗ lichem Vernehmen zu ſein. Sie ſagte in Bezug auf den General:
„Er hatte gewichtige Gründe, um zu handeln, wie er eben that, und wenn er in den letzten Jahren ſein Teſtament nicht verändert hat, ſo geſchah das ganz gewiß, weil er wol wußte, daß ich der Veränderung ſeines Sinnes gemäß han⸗ deln würde. Ignaz hat ſich wie ein Sohn für ihn benom⸗ men, und ſo denk' ich, daß er auch in die Rechte eines Soh⸗ nes treten muß.“.
„Thun Sie Alles, was Sie für recht und gut halten, gnädige Frau, nur begeben Sie Sich nicht in irgend eine Abhängigkeit von dem Grafen Adlercron. Dergleichen Ver⸗ hältniſſe ſind immer peinlich, auch bei den edelſten, den rein⸗ ſten Gefinnungen auf beiden Seiten, und es können Umſtände eintreten, welche ſie unerträglich machen. Daher beſchwör' ich Sie, den Gedanken an eine Donation, den Sie einmal flüchtig gegen mich äußerten, aufzugeben.“
„Ich hab' es gethan,“ ſagte ſte erröthend;...„aber ich mögte doch gern ohne einen Prozeß davon kommen.“
„Wer ſind die nächſten Blutsverwandten des Generals?“
„Seine einzige Schweſter, Gräfin Adlercron.“
„Wenn Sie die Erbſchaft mit ihr theilen, ſo wird ſie die⸗ ſen friedlichen Ausgang dem unfriedlichen und unſichern eines langwierigen Prozeſſes vorziehen... ſollt' ich meinen.“


