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dern der Tugend; denn von ihnen heißt's: Graue Augen ſind gräulich, aber ſehr getreulich.“
„Gefallen mir auch nicht ſonderlich!“ rief Sigismund. „Da bleibt's denn ſchon für mich bei den ſchwarzen Augen, welche von keinem Sprüchlein weder geprieſen noch getadelt werden. Aber es bleibt bei ihnen auf meine Weiſe. Kennt Ihr das bairiſche Schnoderhüpfeln?“
„Nein,“ antwortete Friedrich verwundert.
„Das lautet ſo,“ ſprach Sigismund und ſang:
„Gelt, Du Schwarzaugeli, „Gelt für Di tauget i,
„Gelt für die wär' i recht—— „Wann i Di mögt!“
„Kellner! eine Flaſche Champagner!“
Einige Stunden ſpäter überſahen Tosca Beirons blaue Augen mit einem Blick die ganze Geſellſchaft im Hauſe ihres Schwagers, und ſenkten ſich betrübt zu Boden— denn Si⸗ gismund Forſter war nicht da. Sie beſchloß, um jeden Preis den Grund ſeiner Abweſenheit zu erfahren, und da fiel ihr nichts Beſſeres ein, als geradezu Friedrich zu fragen. Der hatte ihn bei ihrer Schweſter eingeführt, folglich mußte der mit ihm in Verbindung ſein und ihr Antwort geben können. Als ſie mit Friedrich einen Walzer tanzte, ließ ſie alle Tänzer mit irgend einer kleinen Anmerkung die Revue pafſiren und ſagte dann plötzlich, als bemerke ſie jezt erſt ſeine Abwe⸗ ſenheit:
„Aber wo iſt denn Herr Forſter? meine Schweſter ſagte mir, er ſei eingeladen. Er iſt doch nicht krank? Er iſt ein ſo guter Tänzer, wenn er tanzt!“— ſetzte ſie hinzu, als wolle ſie damit ihre Theilnahme entſchuldigen und erläutern.


