Druckschrift 
Sigismund Forster / von Ida Gräfin Hahn-Hahn
Entstehung
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Poſſirlich? entgegnete Friedrich gelaſſen;mit nichten, mein Alter, nur beſtändig! und hauptſächlich.... beſtändig im guten Geſchmack.

Sigismund erröthete und fuhr auf:Ein Geſchmack, der mir zuſagt, ſo oder anders, iſt gut.

Charmant! charmant! erwiderte Friedrich noch ruhi⸗ ger,daſſelbe meinte ich ja auch nur. Und übrigens wollt' ich Dich nur aufmerkſam machen, daß Du Dich vor über⸗ mächtigem Einfluß ſchöner Augen nicht ſehr zu hüten brauchſt. Du verſtehſt den Zauber zu brechen. Wenn ich bedenke, in welche Ekſtaſe Du vor ungefähr acht Wochen, hier, zu dieſer Stunde und in dieſem Saal gerietheſt, als Du zum erſten Mal Tosca Beiron ſaheſt

Wahrhaftig, da iſt er wieder mit ſeiner Tosca! rief Sigismund und brach in ein ſo fröhliches Lachen aus, daß Hohenberg augenblicklich einſtimmte, und Friedrich ſelbſt lä⸗ cheln mußte, als er ſeinen Satz zu Ende ſagte:

Und jezt Deine Gleichgültigkeit gegen ſie damit vergleiche, ſo beruhigt mich das ganz ungemein über Deine ferneren Herzensſchickſale.

Falſch! falſch! mein Junge! ſagte Sigismund noch immer lachend.Damals wußte ich nicht, daß ſie blaue Au⸗ gen habe. Blaue Augen... ſiehſt du die kann ich nicht vertragen. Dabei fällt mir immer der alte Spruch ein: Blaue Augen ſind lieblich, aber ſehr betrüglich.

Und den von den braunen kennſt Du nicht? Braune Augen ſind hübſch, aber tückſch. Chancen giebt's immer, und Sonne und Mond haben ihre Nachtſeite. Graue Augen haben auch ihre Meriten, aber nicht die der Schönheit, ſon⸗