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Sigismund Forster / von Ida Gräfin Hahn-Hahn
Entstehung
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Und darf man in dieſe Gedanken eingeweiht werden, oder ihrer Richtung folgen?

Warum nicht? entgegnete Sigismund ernſt;ſie ſind ſehr einfach und natürlich. Morgen werd' ich einundzwanzig Jahr alt; ſeit anderthalb Jahren ſoll ich ſtudiren, und habe nichts gethan, gar nichts! Nämlich, ich hab' viel getrunken, viel geſpielt, viel Schlägereien gehabt, und die Univerſitäten ſind gewiß dazu auf der Welt, daß man das Alles aufs Gründlichſte treibe! Hat man's aber achtzehn Monat getrie⸗ ben, ſo wird man's überdrüſſig und das iſt jezt mein Fall. Von morgen an wird gearbeitet.... und zwar eiſern.

Da Du Dich entſchloſſen zu haben ſcheinſt, vor der Zeit ein Philiſter zu werden ſagte Hohenberg ärgerlich, der ſeit drei Jahren auf Univerſitäten nichts trieb, als nichts; ſo wäre es viel paſſender, dächte ich, auf dem Zellerſchen Ball geſetzt und artig in Deine vita nova überzugehen, als dieſe Nacht mit Wein und Karten zu durchſchwärmen.

Aus dem Philiſter wird nichts, mein Junge! rief Si⸗ gismund luſtig;aus dem geſetzten Leben mach' ich mir nichts, aber aus dem tüchtigen viel. Und ich ſage Dir ja, es wäre mir unbequem, in meinen ernſthaften und arbeit⸗ ſamen Projecten durch irgend ein Paar ſchwarze Augen ge⸗ ſtört zu werden.

Paperlapapp! ſagte Friedrich;die Augen thun's halt nicht! Haſt Du Dich doch tapfer gegen die von Tosca Beiron vertheidigt.

Iſt er nicht poſſirlich mit ſeiner ewigen Tosca Beiron! rief Sigismund und lachte.