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Sigismund Forster / von Ida Gräfin Hahn-Hahn
Entstehung
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Weihnachten und Neujahr begegnete ſie ihm auf der Straße, mit mehren ſeiner Freunde. Alle kannten Tosca, alle grüßten ſte; und Sigismund auch. Seinetwegen, oder ſeiner Gefähr⸗ ten wegen, wollt' er ſich nicht abſichtlich auszeichnen. Es war ſehr kalt, und er ſah ſehr bleich aus. Tosca bemerkte dieſe Bläſſe und ſeinen Gruß.Ahl er iſt krank geweſen! ſagte ſie ſich faſt erfreut;wenn er nur übermorgen zu mei⸗ nem Schwager kommt!

Am Sylveſterabend gab der Profeſſor Zeller einen klei⸗ nen Ball.

Heut Abend wird's luſtig ſein bei Zellers! ſagte Fried⸗ rich beim Mittagseſſen im Gaſthof zum Stern.

Nicht luſtig genug für mich, entgegnete Sigismund. Ich dächte, wir blieben unter uns.

Ich gewiß nicht! rief Friedrich.

Ich auch nicht, ſagte Hohenberg;denn unter uns kön⸗ nen wir ja alle Tage luſtig ſein. Und komm doch mit, lieber Bruder, es ſoll ein wunderhübſches Mädchen bei Zellers zum Beſuch ſein, eine Nichte oder Couſine von ihm

Eine Schweſtertochter von ihm iſt es, ſagte Friedrich, und ſie iſt allerdings recht hübſch, wenigſtens ſo lange ſie allein iſt. Aber neulich, ſobald die Tosca Beiron eintrat... o wehl wie ſah das arme Ding aus! ſchwarz wie eine Zigeu⸗ nerin und ungeſchickt wie eine Küchenmagd.

Ah, ſie iſt ſchwarz! rief Sigismund eifrig;das ge⸗ fällt mir! Dann iſt ſte ganz gewiß ſchön. Schwarze Augen? ſchwarzes Haar?

Pechfinſterrabenſchwarz, mein Junge!

Bravo! dann werden wir doch endlich mal eine wahre Schönheit zu ſehen bekommen.