Druckschrift 
Sigismund Forster / von Ida Gräfin Hahn-Hahn
Entstehung
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geſagt, wenn ich in einen Geſellſchaftsſaal trete. Nur wein ich nicht, ſo wie damals; o nein! ich lache eher, und wol gar ein wenig ſpöttiſch und hochfahrend, um mir die Larven nicht allzu nah kommen zu laſſen, aber ob mir innerlich nicht ganz beklommen dabei zu Muth iſt.... das iſt die Frage! Ich erzähle dieſe kindiſche Geſchichte nur als ein Beiſpiel von der Heftigkeit früher Eindrücke. Daß man dieſe regeln ſoll und beherrſchen kann, weiß ich wol; aber dennoch glaube ich, daß die Seele dadurch auf einen gewiſſen Ton geſtimmt wird, möge ſie auch, wie ein fügſames Inſtrument, Symphonien von Beethoven oder Walzer von Strauß auf ſich ſpielen laſſen. 1 Sigismund Forſter ging nicht mehr an Tosca's Fenſter vorüber.Sie iſt eine hochfahrende Perſon, wie ſie Alle ſind! ſprach er zu ſich ſelbſt.Klagten die Uebrigen nicht ſämtlich über ihr hochmüthiges Benehmen? Ich will nicht warten, bis ſte es auch gegen mich an den Tag legt. Und darum will ich ſie auch nicht wieder ſehen, nie wieder, und nicht vorbei gehen; ich würde es nicht laſſen können, ſie an⸗ zuſehen und dann... bekäme ſie mich am Ende doch her⸗

um, mit ihren diaboliſch himmliſchen Augen. Seh' ich ſie

aber nicht mehr, ſo bring' ich's vielleicht dahin, eine Andere anzuſehen, und das wäre das Geſcheuteſte, was ich thun könnte... das würde mich zerſtreuen.

Er verſuchte dann auch dieſe Art von Zerſtreuung, der arme Sigismund, während Tosca ſich ganz vergeblich den Kopf zerbrach, ob Unglück oder Unheil, Verdruß oder Krank⸗ heit ihm zugeſtoßen ſein könne. Zuletzt überredete ſie ſich, er ſei zum bevorſtehenden Weihnachtfeſt in ſeine Heimat gereiſt, und das beruhigte ſie über ſeine Schickſale. Aber zwiſchen