Durchſchnitt zu verſchrobene Geſchöpfe, als daß ich nicht eine
unüberwindliche Abneigung gegen ſie haben ſollte.“
„Und doch iſt Tosca Beirons liebenswürdige und ver⸗ ſtändige Mutter— Gräfin,“ ſagte Hohenberg.
„Was?“ rief Sigismund und ſtellte erblaſſend ſein Glas auf den Tiſch.
„Ja, ja! ich ſage Dir eine Gräfin, und noch dazu vom alten Reichsadel; ich kann mich nur eben nicht auf ihren Namen beſinnen.“
„Und hat eine ſolche Mißheirath gemacht?“ rief Sigis⸗ mund bitter.
„Eine Mißheirath?“ entgegnete Hohenberg erſtaunt; nnun, das muß ich ſagen, Du ziehſt ſcharfe Grenzlinien, wenn Du findeſt, daß der Freiherr von Beiron⸗Königsegg eine Mißhei⸗ rath für irgend eine Gräfin unter der Sonne iſt.“
„Und wer iſt der Freiherr von Beiron⸗Königsegg?“ ſragte Sigismund.
„Mein Gott, der General, Tosca's Vater!“ riefen Hohen⸗ berg und Friedrich aus einem Munde.
„Ah, ſie iſt alſo ein Fräulein von Beiron!“ ſprach Si⸗ gismund langſam und nachdenklich.
„Nichts anders! ſtiftsfähig und hoffähig, wie Eine, die es von väterlicher und mütterlicher Seite wol bis zu zwei⸗ unddreißig Ahnen bringen mag.“
„O zum Teufel die Ahnen!“ ſprach Sigismund und zer⸗ knickte ſein Champagnerglas.
Hohenberg fuhr heftig auf.
„Meine Jungen, meine Jungen!“ ſagte Friedrich begü⸗ tigend,„habe Tosca Beiron zweiunddreißig Ahnen oder gar keine, ſie bleibt ja immer das holdſelig ſchnippiſche Dornen⸗


