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Sigismund Forster / von Ida Gräfin Hahn-Hahn
Entstehung
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fangen, daß grade derjenige zu leiden habe, den es als ſo ſchüchtern, ſo wolerzogen, oder ſo ergeben kennt, daß er es ihr nicht nachtragen wird, und für den es ſich, trotz dieſer guten Eigenſchaften, nicht im Geringſten intereſſirt. Einen ſolchen Patito hat das junge Mädchen, und es nimmt ſich ſehr in Acht, einen Andern als ihn zu verletzen oder zurück⸗ zuſetzen. Ohne ein wenig Liſt und Grauſamkeit geht es nun einmal nicht in der Welt, und im Ballſaal machen wir un⸗ ſere Vorſchule durch.

Sigismund tanzte keinen Schritt vor dem dritten Walzer. Friedrich und mehre ſeiner Freunde neckten ihn mit ſeiner Unbeweglichkeit..

Ich muß Euch aufrichtig geſtehen, ſagte er luſtig,ich begreife nicht Euren Muth, wie Ihr wagen mögt, Euch mit dieſen Tänzerinnen zu präſentiren.

Ah! und wem willſt denn Du Dich präſentiren? rief Friedrich.

Nun, dem ganzen Ball, entgegnete Sigismund.

Und hab' ich mich etwa ſchlecht präſentirt? fragte Friedrich weiter, der eben mit Tosca. getanzt hatte.

O, Du lieber Bruder, ſagte Sigismund lachend,Du biſt ſchon ein Jahr hier, Dich kennt man, Du haſt nicht mehr nöthig, an einen glänzenden Eintritt zu denken, wie ich Fremd⸗ ling. Aber ich tanze lieber gar nicht, als mit ſo einem win⸗ zigen, eckigen Grashüpfer, als Deine Tänzerin im erſten Walzer war..

Grashüpfer! wiederholte Friedrich,das iſt ein guter Name. Fortan ſoll ſie gar nicht anders heißen. Aber ich habe auch einen Namen erfunden, und zwar für die Tosca Beiron.