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„Ja,“ ſagte Sigismund, als ob er dies Lächeln beant⸗ worten müſſe,„ja, es würde mich ſehr glücklich machen, wenn Sie mir einen Tanz gönnen mögten.“
In dem Augenblick näherte ſich ihnen ſchüchtern ein jun⸗ ger Mann, und Tosca rief ihm mit einem zauberhaften Lä⸗ cheln zu, indem ſie ihre Hände bittend zuſammenlegte:
„O Herr von Geldern, welch' eine unerhörte Confuſion hab' ich gemacht! Bitte, bitte! nehmen Sie es nicht übel. Nicht wahr, den dritten Walzer hatte ich Ihnen gegeben?“
„Sie waren ſo gnädig,“ antwortete Herr von Geldern.
„Und ſehen Sie— dieſen dritten Walzer hatte ich ſchon verſagt,“ ſprach Tosca erröthend und machte mit der Hand eine leiſe Bewegung, die auf Sigismund wies.
Herr von Geldern verbeugte ſich und zog ſich zurück, ohne
ein Wort zu ſagen. Sigismund Forſter hatte den Takt, nichts
weiter zu ſagen, als:
„Der dritte Walzer alſo,“ und mit einer tiefen Verbeu⸗ gung ebenfalls zurückzutreten.
Tosca dachte bei ſich ſelbſt, um ihr Gewiſſen zu beſchwich⸗ tigen:„Auf dem nächſten Ball will ich den Cotillon mit Geldern tanzen, er iſt immer ſo beſcheiden!“—
Dergleichen kleine Ball⸗Unredlichkeiten hat jedes junge Mädchen begangen. Es darf nicht zu dem Einen ſprechen: Mit Ihnen mag ich nicht— und zu dem Andern: Mit Ih⸗ nen mögt ich gern tanzen. Es muß die Auffoderungen anneh⸗ men, und es nimmt ſie auch an, ſchon aus bloßer Furcht vor der Möglichkeit, einen Tanz ſitzen zu bleiben. Aber dann treten kleine abſichtliche Unordnungen ein, um die Tänze, welche regelrecht vergeben ſind, nach Luſt und Laune zu tan⸗ zen, und da weiß das junge Mädchen es ſehr geſchickt anzu


