Druckschrift 
Sigismund Forster / von Ida Gräfin Hahn-Hahn
Entstehung
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Richtig! ſie iſt's! ſie ging am Arm eines alten Schnurr⸗

barts! jubelte Jener;alſo, Tosca Beiron.

Aber warum ſagſt Du, Friedrich, daß ſie die einzige Tochter des Generals ſei? fragte ein Anderer.Die Pro⸗ feſſorin Zeller iſt auch ſeine Tochter.

Mein Junge, entgegnete Friedrich,eine Profeſſorin iſt ein für alle Mal in meinen Augen keine Tochter mehr, ſon⸗ dern die Frau eines Profeſſors, und als ſolche ein unerfreu⸗ liches Gebilde, das ich reſpectubs und zeremoniös zu behan⸗ deln habe, beſonders wenn ich bei ihrem Manne, wie beim Profeſſor Zeller, Collegia höre. Wie in aller Welt ſollte mir einfallen, ſolch ein Weſen in die junge, friſche, allerliebſte Ka⸗ tegorie der Töchter zu ſtellen! Nein! der General Beiron hat nur Eine Tochter, die da verdiente von Sigismund Forſter be⸗

ſchrieben und von mir nach dem Signalement auf der Stelle

erkannt zu werden; und das iſt Tosca. Auf ihr Wol! gelt, Sigismund? Er hielt ſein Glas hin.

Sie lebe! und ſchön und glücklich! rief Sigismund Forſter, ſtieß an, trank und warf ſein Glas zu Boden.

Acht Tage darauf war Ball, und Tosca Beiron deſſen Königin. So wie ſie den Saal betrat, war ſie umringt und hatte alle Tänze vergeben, ehe Sigismund Forſter, der nicht zudringlich ſein mogte, nur daran denken konnte, ſich ihr zu nähern. Sie trug ein einfaches weißes Florkleid und einen Kranz von rothen Roſen auf ihrem ſchönen blonden Haar. Sie war ſelbſt wie eine eben erblühende Roſe, ſtebzehn Jahr alt, lieblich, heiter, unbefangen, vielleicht zu unbefangen, zu bewußt ihrer Schönheit und der Siege, welche durch ſie zu erringen ſind. Indeſſen, ihre Jugend und Grazie milderte das. Ein Beobachter hätte vielleicht geſagt: das junge Mäd⸗

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