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Apollonie war verſchwunden, als ſie die beiden Damen kommen ſah, und hatte den Baron von Ildas Ankunft be⸗ nachrichtigt. Er kam ihr an der Treppe mit einem ganz verſtörten Geſicht entgegen und ſagte ohne Weiteres:„On⸗ dine iſt hier.“
Ilda rief:„Wo? wo?“ und flog die Treppe hinan.
„Um Gottes Willen! flehte der Baron athemlos ihr nachkeuchend, erſchrecken Sie nur die Arme nicht und nicht Sich Selbſt, ſie iſt“..—
„Was?“ fragte Ilda mit leiſem Schauder ſtillſtehend.
„Krank im Gemüth— verwirrt“—
„Wahnſinnig! allmächtiger Gott!“ rief Ilda, todten⸗ bleich gegen die Wand ſinkend.
„Nein, nicht gerade wahnſinnig, entgegnete der Baron, ſie bei der Hand in ihr Zimmer führend; aber geiſtig zer⸗ brochen, gemüthskrank. Der Kammerdiener der Gräfin On⸗ dine, den Sie wieder mitgenommen haben, erkannte einen kleinen italieniſchen Gärtnerburſchen, den Ondine als Bedien⸗ ten bei ſich hat, und ſo kamen wir denn ſchnell genug zur Kenntniß ihres deplorablen Zuſtandes. Sie bewohnt die Zimmer im Hof. Ich war ſchon da. Der Ludwig führte mich zu dem Kammermädchen, das mich innig gerührt hat“—
„Kommen Sie, lieber Baron, bringen Sie mich zu ihr! o meine Ondine!“— ſagte Ilda erſchöpft. Sie ſtand auf; aber ſie zitterte an allen Gliedern und ihre Lippen bebten krampfhaft. Der Baron ſah ſie bekümmert an und ſprach:
„Sie ſind ſo angegriffen, warten Sie noch ein wenig.“
„Nein, wenn ich ſie ſehe, wird mir beſſer ſein.“


