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ſah mit einem unbeſchreiblichen Ausdruck gen Himmel— ich warte bis zur Ewigkeit.“
Da ſchlang Regine beide Arme um Ildas Nacken und bat mit ſanften Thränen:„O, Vergebung! Vergebung! ich
ſehe nun, daß Sie nicht zwiſchen mir und ihm ſtehen.“
Sie verließen die Kirche Hand in Hand. Regine fragte:
„Ob er wol ſchon von den Eltern heimgekehrt iſt? Wann wollte er wiederkommen? Hat er nichts geſagt? Aber er wird doch heute Abend noch wiederkommen, damit ich endlich, endlich einmal ſchlafen könne, denn ich finde keine Ruhe bis ich ihn geſehen. Nicht wahr, er kommt bald?“
„Ich weiß nicht“— ſagte Ilda zerſtreut. Reginens Aufgeregtheit ermüdete ſie, denn es war mehr nervöſe Un⸗ ruhe darin, als mächtige Bewegung der tiefen Leidenſchaft.
Sie nahten dem Hauſe. Apollonie ſtand in der Thür. Ilda ſagte, um Reginens Aufmerkſamkeit anderweitig zu be⸗ ſchäftigen:.
„Sehen Sie, die hübſche kleine Frau iſt Polhdors erſte Liebe.“
Regine drückte die Hände vor die Augen und rief:„O das thut weh! ſo hat er mir doch nicht die Wahrheit ge⸗ ſagt, wenn er mich ſo ehrlich verſicherte, ich ſei ſeine erſte Liebe!“ „Beruhigen Sie Sich! dieſe zog nur wie ein roſenrothes Wölkchen an dem Frühhimmel ſeiner Jugend dahin. Mit einem Kuß war ſie beendet.“
„Mit einem Kuß?— So hatte ich wol Recht ihm einen Kuß zu verweigern!... Doch jezt ſcheint mir, ein Kuß müſſe ſie ins Leben rufen.“
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