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Ilda Schönholm / von Ida Gräfin Hahn-Hahn
Entstehung
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Ich laſſe Sie nicht gehen, denn Sie wollen Sich ſtel⸗ len zwiſchen ihn und mich, Sie wollen uns trennen! O Grä⸗ fin, ſeien Sie barmherzig und laſſen Sie ihn mir!... O wenn Sie wüßten, was ich gelitten, ſeit ich ihn nicht mehr ſehe welch ein Fieber das Leben geworden gewiß, ge⸗ wiß, Sie würden ihn mir nicht rauben.

Sie irren, entgegnete Ilda kalt, nicht ich Sie Selbſt haben Sich Polydors beraubt.

Und giebt es denn kein Mittel, ihn wieder zu ge⸗ winnen?

Wenn Sie ihn wirklich lieben, ſo werden Sie vielleicht

Mittel finden. Ich weiß keine, mir fehlt die Uebung.

Sie haſſen mich, jammerte Regine und ließ Ildas

Kleid loswas hab' ich Ihnen denn gethan, daß Sie mich haſſen? Ich bin zum Lieben geſchaffen, nicht zum Haſſen, er⸗ widerte Ilda ſanft und trübe; aber ich kann nicht wünſchen, daß Polydor wieder eine Verbindung eingeht, die bis jezt ſo feindlich auf ihn gewirkt hat, und darum beſchwöre ich Sie gönnen Sie ihm Frieden!

Wo iſt er? rief Regine, raſch ſich erhebend.

Bei ſeinen Eltern armen Landleuten..

Ich weiß! ich weiß! ich war draußen bei ihnen, ich habe ihnen geſagt, ſie ſollten mich wiſſen laſſen wenn ihr Sohn käme, denn ich müßte ihn ſprechen. Seit acht Tagen bin ich hier und warte, aber ich hätte gewartet bis zum Herbſt, bis zum Tode, bis zur Ewigkeit. Wiſſen Sie was warten heißt?

Ilda ſagte mit gebrochener Stimme:Ich warte nicht mehr oder doch! ſetzte ſie nach einer Pauſe hinzu und