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die Freude gab ihren Wangen die früheren Farben zurück, „freilich erkenne ich Dich nun! aber Du biſt groß und ſchön worden!“
„Und Du— glücklich, wie ich ſehe.“
„Ich hab' einen gar braben Mann“— ſagte ſie zwi⸗ ſchen Verlegenheit und Stolz ſchwankend.
Ildas Wagen fuhr vor. Polydor ging ihr entgegen und ſagte:
„ Hier bring' ich Ihnen Apollonie, meine erſte Liebe! aber geſtehen Sie, daß ich kein ſonderliches Glück mit meiner Liebſten habe; es iſt höchſt verdrießlich, ſie gerade dann wie⸗ derzufinden, wenn ſie in Wochen kommen ſoll.“
„Ich lobe die Apollonie drum, entgegnete Ilda lachend; ſo machen es verſtändige Leute.“
Aber Apollonie hatte ſich ſchon bei dem Baron entſchul⸗ digt, daß die Herrſchaften nicht ſehr bequem logirt ſein wür⸗ den, weil ihr Haus bereits Gäſte habe— und wiederholte jezt auch vor Ilda ihre Entſchuldigung..
„Im Nothfall wohne ich bei meinen Eltern, ſagte Po⸗ lydor, und werde gleich hinausgehen, um mir ein Plätzchen auszubitten.“
„Nun, die werden eine Freude haben! rief Apollonie; aber wohnen kannſt Du doch nicht mehr bei ihnen. Ich will ſchon ein Kämmerlein für Dich herrichten.“
Polydor eilte zu ſeinen Eltern; der Baron ließ ſich Kaf⸗ fee geben und bereitete ſich an Ildas Mutter zu ſchreiben; Ilda wollte ſpazieren und in der Stadt umher gehen. Es war ein lieblicher Abend.
Linde Luft thut einem traurigen Herzen ſo innig wol. Wenn das Schickſal es hart angefaßt und blutig gedrückt


