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Ilda Schönholm / von Ida Gräfin Hahn-Hahn
Entstehung
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Phantaſie, die aus den Mirakelhänden von Peter Viſcher und Adam Kraft hervorgegangen und in der Lorenz⸗ kirche, die an Grazie ohne Gleichen zwiſchen ihren deutſchen Schweſtern iſt. Ilda begleitete ihn, verſuchte zu zeichnen, wie er verſuchte zu ſchreiben es ging nicht! ſie ſagte:

Ich habe nicht Seele genug mir zu Gebot, um den Stein zu beleben und ſo bleibt er mir eben... Stein.

In München war es daſſelbe. Es giebt Stimmungen, in denen die Meiſterwerke der Kunſt keinen andern Eindruck machen, als die eines Schattenſpiels an einer weißen Wand. Ueber Inſpruck und den Brenner kamen ſie nach dem ſchö⸗ nen, warmen, von ſüdlicher Vegetation umgebenen Botzen Polydors freundlicher Vaterſtadt, einſt ſeinem kindiſchen Auge die herrlichſte der Erde.

Im Gaſthof empfing ſie eine junge, wunderhübſche Wir⸗ thin wunderhübſch, obwol in einem Zuſtand, welcher der Frauenſchönheit höchſt ungünſtig iſt kurz vor der Nieder⸗ kunft. Kaum war Polydor aus dem Wagen geſprungen und in die Thür getreten, ſo rief er freudig:

Grüß Dich Gott, Apollonie! und ſchüttelte herzlich ihre Hand. Die junge Frau konnte in dem vornehmen Herrn mit ſchwarzem Reiſemützchen und hellbraunen Handſchuhen unmöglich den Knecht ihres Vaters erkennen; ſie hielt ihn für einen Reiſenden, der vielleicht ſchon öfter ihren Gaſthof beſucht, denn allerdings kam er ihr nicht ganz unbekannt vor und ſie machte ihm ihre beſte Verbeugung.

Aber kennſt Du mich denn gar nicht mehr, Apollo⸗ nie? ich bin ja der Polydor ſagte er, ihre Hand feſt⸗ haltend.

Jeſus Marie, der Polydor! jauchzte Apollonie, und