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Welt; aber iſt es denn unſere Beſtimmung es gut und be⸗ haglich zu haben? Unſer Weſen müſſen wir durchbringen, retten, aus Kämpfen und Stürmen, das göttliche Gepräge in uns darf nicht abgegriffen werden durch die Betaſtung der Welt, und wem von Gott das flammende Herz gegeben ward, der darf keine Aſche darauf ſtreuen.“
„Fern von mir das zu begehren! nur in einer natür⸗ lichen Richtung ſoll es flammen“— rief Werffen, angeregt durch Ildas Lebhaftigkeit, und wollte ihre Hand ergreifen.
Aber ſie zog die Hand zurück und entgegnete:„Das Geliebte giebt uns die Richtung— für alles Andere iſt man unbeugſam.“
„Sie ſind es wirklich! und iſt es Ihr letztes Wort zu mir?“
„Ueber dieſen Gegenſtand— ja.“
„So iſt es überhaupt Ihr letztes, denn ohne Hofnung mag ich nicht in Ihrer Geſellſchaft leben— dann gehe ich morgen nach Paris.“
„Mögen Sie glücklich leben.“ So trennten ſie ſich auf immer— Ilda vollkommen gleichgültig; Werffen mehr über⸗ raſcht als betrübt.
Der Baron ging Abends zu Otto und fand ihn nicht. Wunderlicher Menſch! dachte er; hätte doch wol Abſchied von mir nehmen können. Er ſchrieb auf ſein Viſitenbillet ein Paar freundliche Worte, und die Nachricht, daß die Reiſe am nächſten Morgen um ſechs Uhr angetreten werde.„Wo iſt denn Herr Otto?“ fragte er die Leute im Hauſe.
„Spazieren geritten mit mehren Herren— Nachmit⸗ tags ſchon.“
„Spazieren geritten! comme si de rien n'était!“


