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gen auf:„Ihn ſehen!“ gerichtet hatte. Aber war er auch wirklich fort? konnte er nicht blos die Wohnung gewechſelt haben? Wien iſt ſo groß!—
Zu Hauſe angelangt, mußte Damian ſogleich kommen, um auf der Stelle ihre Befehle auszuführen. Er ſollte auf dem Paßbureau, bei der Polizei, an allen Thoren, auf der Poſt, bei Polydors Hauswirthin, Nachforſchungen machen, wo er geblieben ſei. Damian erwiderte, es ſei fruchtlos um dieſe Stunde, wo alle Bureaus und alle Häuſer geſchloſſen wären.„Es iſt zehn Uhr, gräfliche Gnaden,“ ſetzte er ach⸗ ſelzuckend hinzu.
„Alſo iſt er ſeit zwölf Stunden fort, jammerte Regine, und gewinnt immer mehr Vorſprung durch dieſe Verzö⸗ gerung!“
Aber ſie mußte ſich ergeben.— Das war eine Nacht!
Sie ließ in allen ihren Zimmern Licht anzünden und wan⸗ delte darin umher, raſtlos, einſam, wie ein Geſpenſt oder eine Wahnſinnige. Bisweilen verſagten die Füße den Dienſt, dann ſank ſie zuſammen auf dem Platz wo ſie eben ſtand, willenlos, niedergedrückt von körperlicher Erſchöpfung, und doch unfähig Ruhe zu finden. Einmal, in der tiefen Nacht,
von Strauß; es klang ſchauerlich; ihr graute vor den wil⸗ den Jubeltönen, die wie verkappte Verzweiflung klangen; ſie brach mitten im Satz ab, und die unaufgelöſ'te Diſſonanz ſchwirrte unheimlich durch den Saal, wie ein aufgeſcheuchter Nachtvogel.—
Ein anderes Mal ſetzte ſie ſich ſterbensmüde auf den Teppich, und legte den Kopf vornüber gebogen auf ihre Knie,
endlos wie die am Pol. Regine dachte an keinen Schlaf.
ſetzte ſie ſich an's Piano und ſpielte einen raſenden Walzer


