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wol auch gebettelt haben. Nun war es ja umſonſt!— Seine Füße waren ſchwer wie Blei, krampfhaft zuckte es ihm durch die Glieder; in ſeinem Kopfe hammerte es, vor ſeinen Ohren ſauſ'te es. Er taumelte fort. Da war es ihm als ſtellten ſich alle Paläſte in einen Kreis um ihn, fingen an zu wanken, brachen ein—— er verlor die Beſinnung, und lag ohnmächtig im Koliſeum.
Der Mond ging auf, glanzvoll wie er nur am ſüdlichern Himmel ſtralt. Gelaſſen, wie das Aug' eines ſeligen Gei⸗ ſtes, der die Ewigkeit vor ſich hat, blickte er nieder auf die Spuren einer Vergangenheit voll unſäglicher Größe, und einer Gegenwart voll unſäglichen Elends.
Da ſauſ'te es wieder vor Polydors Ohren, denn er er⸗ wachte allmälig aus ſeiner Ohnmacht, und durch das Ge⸗ braus ertönten ihm Menſchenſtimmen: italieniſche Bettlerſtim⸗ men, deutſche Männerſtimmen, endlich eine Frauenſtimme. Die ſagte:„Ich kann durch dieſen Frieden in der Natur kein Menſchenweh klagen hören! einer der Herren leiht mir gewiß ſeinen Geldbeutel.“.
„Sehr gern, war die Antwort, aber das Bettlervolk wird Sie unverſchämt verfolgen, wenn es weiß, daß Sie geben.“
„Thut nichts!“ ſagte die Frau ein wenig ungeduldig, und die Dankgebete der Beſchenkten ſagten, wie freigebig ſie geweſen.
Da nahm Polydor alle ſeine Kraft zuſammen, ſtreckte die Hand aus und ſprach:„Ich hab' in zwei Tagen nicht gegeſſen.“
„Himmel! rief die junge Frau, das iſt der Throler von Verona!“


