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hätte ſie doch daran gedacht ihm die Mittel dazu zu erleich⸗ tern! Aber daran denken die Vornehmen nicht! Doch war Ida Schönholm dieſe junge Frau. Endlich nannte ſie ihm ihren Namen, fügte hinzu, er möge ſie in Rom beſuchen und ging mit ihrer Geſſellſchaft fort.
Eine Stunde ſpäter war Polhdor zufrieden mit ſeiner Zeichnung und hatte darüber gänzlich die deutſche Gräfin und ihren Namen vergeſſen.
Er zog weiter, nach Bologna, nach Florenz. Je mehr er ſah, deſto heißer wurde ſein Durſt etwas zu können, zu wiſſen, zu lernen, deſto mehr widerte es ihn an die langwei⸗ ligen Bilder zu zeichnen, mit denen er ſich ſein kümmerliches Brod erwarb. Oft hungerte er lieber. Oft, wenn er ein Geldſtückchen hatte, kaufte er lieber Thon, als Brod. Sein Anzug war ſo ſchmutzig und zerriſſen, ſo ganz bettelhaft, daß er nicht in die Gallerieen und Muſeen durfte, von deren Schätzen er doch reden gehört hatte auf ſeiner Künſtler⸗Pil⸗ gerfahrt. Aber er lag in der Loggia de Lanzi, und bor den Thüren des Battisterio, und im Dom und in Santa Croce, überall wo Bettler auch ſein dürfen— und unter ſeinen Lumpen zitterte und bebte er vor Entzücken, daß ſo Schönes auf der Welt ſei.
Seine Sehnſucht nach Rom ſtieg immer höher. Sein einziger Gedanke war: welche Herrlichkeiten werd' ich dort finden. Nie fiel ihm ein: wie wird es mir dort gehen; und fuhr ihm das ja einmal durch den Sinn, ſo dachte er an die deutſche Gräfin, deren Namen er vergeſſen hatte— und das beruhigte ihn.
Seine Wanderung durch die Romagna war entſetzlich. Er kämpfte mit Hunger, Hitze und Ermüdung. Das Por⸗


