und alles vernommen hatte, hub er an zu weinen und
300 678. Tag.
Winkel deiner Hoͤhle, und wenn morgen die Beamten des Koͤnigs kommen, ſie dir abzufordern, ſo ſage ihnen, du habeſt ſie geheilet und ſie habe ſchon ganz fruͤh morgens deine Hoͤhle verlaßen; ſie werden deinen Wor⸗ ten glauben, und ſie uͤberall auf dem Gefilde und in der Stadt ſuchen; der Koͤnig ihr Vater wird ſehr be⸗ kuͤmmert um ſie ſein, aber nach mehreren fruchtloſen Nachforſchngen, wird er zuletzt nicht weiter daran denken.
Der von Gott verlaſſene Einſiedler folgte auch
dieſer Anweiſung, er toͤdtete die Prinzeſſinn, verſcharrte ſie in einem Winkel ſeiner Hoͤhle, und am folgenden Morgen ſagte er ihren Leuten, was der Teufel ihm eingegeben hatte. Dieſe ermangelten nicht, die Koͤnigs⸗ tochter uͤberall aufzuſuchen, und waren in Verzweif⸗ lung, als ſie keine Spur von ihr entdecken konnten. Aber der Teufel trat zu ihnen und ſagte ihnen, daß ſie die Prinzeſſinn vergeblich ſuchten: er erzaͤhlte ihnen, was der Santon mit ihr vorgenommen, und bezeich⸗ nete ihnen den Ort, wo ſie verſcharrt waͤre. Die Leute des Koͤnigs kehrten ſogleich nach der Hoͤhle zuruͤck, ſie traten hinein, ergriffen den Einſiedler, und fanden den Leichnam der Prinzeſſinn in dem vom Teufel bezeichne⸗ ten Winkel; ſie huben ihn auf, nahmen ihn mit, und fuͤhrten den Santon nach dem Palaſt.
Als der Koͤnig die Leiche ſeiner Tochter erblickte,


