298 677. Ta g⸗
ſterte. Aber die Leute des Koͤnigs ſchickten, bevor ſie die Prinzeſſinn in der Hoͤhle ließen, einen von ihnen zu dem Koͤnige, ihn zu fragen, was ſie thun ſollten. Der Fuͤrſt, der in Barßißa vollkommenes Zutrauen ſetzte, ſtand nicht an, ihm ſeine Tochter anzuvertrauen:
„Ich willige ein,“ antwortete er,„daß ſie bei dem Heiligen bleibe: er mag ſie ſo lange bei ſich behalten, als ihm gut duͤnkt; ich bin deshalb unbeſorgt.“.
Als die Begleiter der Prinzeſſinn dieſe Antwort des Koͤnigs vernahmen, entfernten ſie ſich alle, und die Prinzeſſinn blieb allein bei dem Einſiedler.
In der Nacht erſchien der Teufel dem Santon und ſprach zu ihm:
„Wohlan! du Narr, was warteſt du noch, dir guͤtlich zu thun? Wem fiel jemals ein ſo reizendes Weib in die Haͤnde? Fuͤrchte nicht, daß ſie ſich uͤber die Gewalt beklagen wird, welche du ihr anthuſt: wenn ſie auch thoͤricht genug waͤre, ſie zu entdecken, wer wird ihr glauben? Der Hof und die Stadt, und alle Welt iſt zu ſehr fuͤr dich eingenommen, um einer ſol⸗ chen Angabe Glauben beizumeſſen. Bei der hohen Meinung, in welcher du wegen deiner Heiligkeit ſteheſt, darfſt du alles ungeſtraft thun.“
Der unſelige Barßißa war ſo ſchwach, dem Feinde des Menſchengeſchlechts zu gehorchen. Das Fleiſch ſiegte uͤber den Geiſt; er legte ſich zu der Prinzeſſinn,


