Teil eines Werkes 
10. Bd. (1829)
Entstehung
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22 594. Tag.

ihm, nach dem begangenen Verbrechen, alles verdaͤch⸗ tig vorgekommen.

Dſcherberi uͤberlieferte, dem Geſetze gemaͤß, der Mutter den Moͤrder ihres Sohns; und ſie forderte ſeinen Tod, der ihr auch gewaͤhrt wurde.

Der Veſyr bewunderte Oſcherberi's Verſtand und Scharfſinn, und verlangte ſeine Geſchichte zu wiſſen. Oſcherberi erzaͤhlte ſie ihm. Der Miniſter machte ihm Vorwuͤrfe, daß er ein ſo niedriges Gewerbe, wie das eines Laſttraͤgers, ergriffen, und bewog ihn, in das Kriegsheer einzutreten, welches der Chalyf gegen die Gebern*) ausſchickte. Er war froh, auf dieſe Weiſe das Anſehen zu haben, als wenn er das Ver⸗

dienſt belohnete, waͤhrend er einen Menſchen aus der

Stadt entfernte, welchen der Chalyf in ſeine Naͤhe und zu Aemtern berufen konnte, wenn er etwa von ihm reden hoͤrte.

Dſcherberi that in dem Feldzuge gegen die Gebern Wunder der Tapferkeit und der Staͤrke. Aber weil er ſeinem Muthe zu ſehr vertraute, fiel er in Gefangen⸗ ſchaft. Waͤhrend nun die Feinde ſich uͤber die Todesart beriethen, welche ſie ihm anthun wollten, um ſich fuͤr den großen Schaden zu raͤchen, welchen er ihnen ge⸗ than hatte, betete er das hundert und funfzehnte Ka⸗ pitel des Korans, zerſprengte ſeine Ketten, erwuͤrgte

*²) Die Perſiſchen Feueranbeter, die den Muſelmännern ſo ver⸗ haßt ſind.