20 593. 594. Tag.
„Wenn ich deine Macht haͤtte,“ antwortete Dſcher⸗ beri mit zuverſichtlichem Tone,„ſo wollte ich morgen ſchon wiſſen, wer den Sohn dieſer armen Frau ge⸗ toͤdtet hat.“
„Ich uͤberlaße ſie dir bis dahin,“ erwiederte der Veſyr,„und du magſt alles verfuͤgen, was dir beliebt, um den Moͤrder auszuforſchen: wenn es dir aber nicht gelingt, ſd verheiße ich dir fuͤnfhundert Streiche auf die Fußſohlen.“
„Ich bin es zufrieden,“ antwortete der Laſttraͤger.
Dſcherberi befahl ſogleich einem Gerichtsdiener, nach der dem Hauſe der troſtloſen Mutter zunaͤchſt ge⸗
legenen Moſchee zu gehen, dort bei anbrechender Nacht
den Muͤeſin**) von dem Minaretthurm zu erwarten, ihn beim Heraustreten etliche Maulſchellen zu geben, und ihn herbei zu fuͤhren.
Der Gerichtsdiener befolgte genau die Befehle Dſcherberi's..
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Fuͤnfhundert und vier und neunzigſter Tag.
Als der Muͤeſin ihm vorgefuͤhrt wurde, entſchul⸗ digte der neue Veſyr ſich ſehr, daß man ihn ſo mis⸗ handelt habe, und ließ ihm zehn Zeckienen zur Entſchaͤ⸗
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*) Ausrufer der Stunden, beſonders des Gebets.


