Der Laſttraͤger. 29
„Das iſt doch wenigſtens eine Nachwelſung, welche du mir gibſt,“ erwiederte der Veſyr;„du klagſt ihn alſo an, deinen Sohn umgebracht zu haben?“
„Nein, gnaͤdiger Herr,“ antwortete ihm die Frau; naber er ſagte zu mir, wenn er Veſyr waͤre, ſo wuͤrde er ſchon Mittel finden, den Moͤrder zu faſſen.“
Der Veſyr wandte ſich ſogleich zu einem von ſei⸗ nen Leuten, und ſagte: 1
„Geh hin und hole dieſen geſchickten Mann, fuͤhre ihn mir vor; und wenn er denjenigen nicht findet, den man ſucht, ſo ſoll er auf eine Weiſe beſtraft werden, daß er ſich ein andermal nicht einbilden wird, mehr zu wiſſen, als die Veſyre der Koͤnige.“
Die Leute des Veſyrs blieben nicht lange mit
Dſcherberi aus.
„Kennſt du dieſe Frau?“ fragte ihn der Veſyr, als er herein trat. „Nein, gnaͤdiger Herr,“ antwortete ihm DOſcher⸗ eri.— 1
„Du kennſt doch ihren Sohn?“
„Noch weniger,“ antwortete er.
„Weißt du irgend etwas von ſeinem Moͤrder?—
„Ich weiß nicht mehr von ihm, als du,“ fuhr der Laſttraͤger fort.
„Wie willſt du ihn denn auffinden?“ fragte der Veſyr ungeduldig..


