Teil eines Werkes 
10. Bd. (1829)
Entstehung
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ſeinen Moͤrder aufſuchen zu laßen, damit wenigſtens ſein Tod nicht ungerochen bleibe.“

„Kannſt du ihm irgend eine Nachweiſung daruͤber

geben?“ fragte ſie Dſcherberi. 7„Leider, nein!“ antwortete ſie;„und das verdop⸗

pelt noch meinen Schmerz; ich bin die Witwe eines ſ Kaufmanns; mein Sohn war jung, und meine ganze Hoffnung. Der Veſyr wird mir ohne Zweifel antwor⸗ A ten, daß es in einer ſo großen Stadt wie Bagdad unnmsͤglich iſt, den Moͤrder eines unbekannten Menſchen aufzufinden.“— „Hore ihn mit aller ſeinem Range ſchuldigen Ehr⸗ erbietung an; aber wenn er kein Mittel findet, dir zu helfen, ſo ſprich zu ihm, daß Oſcherberi der Laſttraͤger dir geſagt habe, wenn er Veſyr waͤre, er wuͤrde ſchon den Moͤrder deines Sohns zu finden wiſſen.“

Ddie troſtloſe Mutter gab zwar nicht viel auf ei⸗ nen ſo ſchwachen Zuſpruch, jedoch dankte ſie ihm dafuͤr.

Alles was ſie vorausgeſehen hatten, traf ein; dem Veſyr wurden die Wehklagen dieſer Frau ſogar uͤber⸗ laͤſtig, und er befahl, ſie hinaus zu fuͤhrenz ſie aber ſiel ihm zu Fuͤßen, und ſagte zu ihm:

„Gnaͤdiger Herr, geruhet Oſcherberi den Laſttraͤ⸗ ger zu befragen, und ich werde den Moͤrder meines Sohnes auffinden.“