—2—
u ⅓n ☛
——ᷣ△ A Du a
u
Der Laſttraͤger. 17
keit. Die Laſttraͤger, welche ihn ſo geſchwaͤcht ſahen, wollten ihm nicht mehr die bedungene Summe reichen; und Oſcherberi nahm in ſeinem Ungluͤcke ſeine Zuflucht zu Gott. Und im Schlaf erſchien ihm der heilige Pro⸗ phet in ſtrahlender Herrlichkeit, und ſprach zu ihm:
„Dſcherberi, du biſt nur krank geworden, weil du nicht fuͤrder deine Kraͤfte gebraucht haſt, welche dir Gott verliehen hat: demuͤthige dich, arbeite, und du wirſt ſie wieder finden.“
Von Stund’' an wurde ſein Herz geruͤhrt und ſeine Geſundheit hergeſtellt; aber er war noch zu ſchwach, ſein Gewerbe wieder ſo glaͤnzend aufzunehmen, als er es angefangen hatte, und vor allen ſich an den Laſt⸗
traͤgern zu raͤchen.
Er ſaß eines Tages vor der Thuͤre des Groß⸗ veſyrs, als eine Frau, ganz in Thraͤnen, ſich an ſeine Seite ſetzte, um auf Zutritt bei dem Miniſter zu war⸗
ten. Dſcherberi befragte ſie um die Urſache ihrer Thraͤ⸗ nen. 1 3
„Ach!“ antwortete ſie,„geſtern iſt mein Sohn ermordet worden, und von mehreren Dolchſtichen durch bohrt, vor meiner Hausthuͤre todt niedergeſtuͤrzt, ohne daß er noch ſeinen Moͤrder zu nennen vermochte; ſter⸗ bend rief er nur aus:„ich bin ermordet!“ Er war meine einzige Stuͤtze. Ich will jetzo den Veſyr bitten,
X. 2


